Das erwartet euch in dieser Episode:
Unsere zweite Besprechung
eines iranischen Films nach Abbas Kiarostamis Close-Up: Der Gewinner des
Goldenen Bären der Berlinale 2011 und Oscar-Favorit in der Kategorie bester
fremdsprachiger Film in diesem Jahr 2012 ist Asghar Farhadis brillant erzähltes
Drama Nader und Simin – Eine Trennung. Am Anfang der vielschichtigen Erzählung
steht das Ende einer Beziehung: Nach 14 Jahren Ehe möchte sich Simin (Leila Hatami) von ihrem
Ehemann Nader (Peyman Maadi) trennen und den Iran gen Westen verlassen, die gemeinsame Tochter
Termeh (Sarina Farhadi) soll mit. Simins Auszug hat Folgen. Zur Betreuung seines dementen Vaters
stellt Nader die Haushaltshilfe Razieh (Sareh Bayat) ein - eine Ereigniskette wird in Gang
gesetzt, die schwerwiegende Folgen für zwei Familien hat. Asghar Farhadi erzählt mit Nader und Simin nicht nur eine berührende Geschichte mit punktgenauem Schauspiel über eine Liebe am Abgrund, sondern verwebt eine philosophische Frage in sein minutiös komponiertes Drehbuch und zieht auf subtile Weise die
Existenz eines absoluten Wahrheitsanspruches in Zweifel.
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